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Aus deutscher Sicht ist die diesjährige WSOP ja eine triste Veranstaltung. Es fehlt nicht nur an goldenen Bracelets, sondern vielmehr noch an den würzenden Dreingaben, die es dem zuhause verbliebenen Pokervolk immer so schwer gemacht haben, sich nicht vor Neid in den Schlaf weinen zu müssen.
Was waren das noch für Zeiten als sich junge PokerPros, zwar noch ohne vernünftigen Bartwuchs, dafür aber mit fetter Kreditkarte gesegnet, über den beschaulichen Ort in der Wüste Nevadas her gemacht haben. Riesen Villen, wilde Partys und verwackelte Videoberichte ohne Ende.
Aber kein Wunder – der hellhörige Beobachter stellt da schnell Kausalitäten her und macht ebenso schnell den Schuldigen für die Miesere aus: Das deutsche Finanzamt.
Ja, jener Behördenmoloch, der nicht nur hierzulande mehr gefürchtet wird als Fußpilz und die Russenmafia zusammen, ist der wahre Braceletbremser für Deutschland. Die angestaubten Herrn Beamten in ihren nüchternen Amtsstuben haben nämlich eine neue Einnahmequelle entdeckt und planen die Abwrackprämie und noch ein paar andere Steuerlöcher damit zu stopfen.
PokerPros - jeder der zwei Karten erfolgreich voneinander unterscheiden konnte und über kein anderes nennenswertes Einkommen, außer dem Taschengeld von Omi vielleicht, verfügt hat, konnte sich in den letzten Jahren nicht bremsen und schrie in die Welt heraus, dass er PokerPro sei. Wer es dann noch nicht mitbekommen hatte, dem wurde es via Blog, Visitenkarte oder berittenem Herold klar gemacht.
Das Resultat dieses unseligen Mitteilungsbedürfnisses ist traurig. Die Jungs sitzen am Pool grinden Tic-Tac-Toe für 500 Euro den Punkt und müssen dabei feststellen, dass das ProLeben nicht mehr ansatzweise so witzig ist, wie es noch 2008 war. Was soll der ganze balla ProLifestyle wenn man keinem mehr zeigen kann, wie absolut sick man doch ist. Jedes Brag-Video wäre ja nur ein weiterer Sargnagel für den künftigen Steuerbescheid. Die persönlichen Finanzbeamten der Jungs haben doch inzwischen jeden Blog-RSS Feed abonniert, verfolgen alle wichtigen Tweets und kaufen auch fleißig die aktuelle Pokerpresse – kann man ja schließlich voll absetzen. Derart beobachtet, macht ausgelassen feiern, das Bruttosozialprodukt mittlerer afrikanischer Staaten auf Synchronschwimmen wetten und dabei grüne Scheine ins Lagerfeuer schippen einfach keine Sinn mehr – es gucken die falschen Leute zu!
Kein Wunder also, dass der letzte Biss am Pokertisch fehlt. Gut spielen und gewinnen war halt noch nie genug.
Hier mein abschließender Appell:
Liebes Finanzamt,
behandele deine Leistungsträger richtig. Die Jungs spielen einfach besser, wenn sie sich wohl fühlen und ein wenig Anerkennung zu spüren bekommen.
Also schickt einfach mal ein paar Blümchen und nette Grüße nach Vegas!
Besuche in Stripclubs und Massagesalons abzugsfähig zu machen wäre übrigens mal ein sinnvolles Steuergeschenk. Nennt es einfach Konjunkturpaket WSOP 2009.
Danke!
Was waren das noch für Zeiten als sich junge PokerPros, zwar noch ohne vernünftigen Bartwuchs, dafür aber mit fetter Kreditkarte gesegnet, über den beschaulichen Ort in der Wüste Nevadas her gemacht haben. Riesen Villen, wilde Partys und verwackelte Videoberichte ohne Ende.
Aber kein Wunder – der hellhörige Beobachter stellt da schnell Kausalitäten her und macht ebenso schnell den Schuldigen für die Miesere aus: Das deutsche Finanzamt.
Ja, jener Behördenmoloch, der nicht nur hierzulande mehr gefürchtet wird als Fußpilz und die Russenmafia zusammen, ist der wahre Braceletbremser für Deutschland. Die angestaubten Herrn Beamten in ihren nüchternen Amtsstuben haben nämlich eine neue Einnahmequelle entdeckt und planen die Abwrackprämie und noch ein paar andere Steuerlöcher damit zu stopfen.
PokerPros - jeder der zwei Karten erfolgreich voneinander unterscheiden konnte und über kein anderes nennenswertes Einkommen, außer dem Taschengeld von Omi vielleicht, verfügt hat, konnte sich in den letzten Jahren nicht bremsen und schrie in die Welt heraus, dass er PokerPro sei. Wer es dann noch nicht mitbekommen hatte, dem wurde es via Blog, Visitenkarte oder berittenem Herold klar gemacht.
Das Resultat dieses unseligen Mitteilungsbedürfnisses ist traurig. Die Jungs sitzen am Pool grinden Tic-Tac-Toe für 500 Euro den Punkt und müssen dabei feststellen, dass das ProLeben nicht mehr ansatzweise so witzig ist, wie es noch 2008 war. Was soll der ganze balla ProLifestyle wenn man keinem mehr zeigen kann, wie absolut sick man doch ist. Jedes Brag-Video wäre ja nur ein weiterer Sargnagel für den künftigen Steuerbescheid. Die persönlichen Finanzbeamten der Jungs haben doch inzwischen jeden Blog-RSS Feed abonniert, verfolgen alle wichtigen Tweets und kaufen auch fleißig die aktuelle Pokerpresse – kann man ja schließlich voll absetzen. Derart beobachtet, macht ausgelassen feiern, das Bruttosozialprodukt mittlerer afrikanischer Staaten auf Synchronschwimmen wetten und dabei grüne Scheine ins Lagerfeuer schippen einfach keine Sinn mehr – es gucken die falschen Leute zu!
Kein Wunder also, dass der letzte Biss am Pokertisch fehlt. Gut spielen und gewinnen war halt noch nie genug.
Hier mein abschließender Appell:
Liebes Finanzamt,
behandele deine Leistungsträger richtig. Die Jungs spielen einfach besser, wenn sie sich wohl fühlen und ein wenig Anerkennung zu spüren bekommen.
Also schickt einfach mal ein paar Blümchen und nette Grüße nach Vegas!
Besuche in Stripclubs und Massagesalons abzugsfähig zu machen wäre übrigens mal ein sinnvolles Steuergeschenk. Nennt es einfach Konjunkturpaket WSOP 2009.
Danke!
