Irgendwo in Russland werden zurzeit ein paar Freiwillige 500 Tage eingesperrt, um eine Reise zum Mars zu simulieren. Ein spannendes und leider völlig überflüssiges Experiment. Ein Aufenthalt in Vegas reicht absolut.
In den ständig dämmrigen Casinos, den Hotelzimmern mit ewig trostloser Aussicht auf Parkplätze und Industriegelände, den endlosen Gängen und der lebensfeindlichen Außenwelt, existiert man bereits seit Jahrzehnten wie auf einem fremden Planeten. Hier ist nichts, wie es in natürlicher Umgebung sein sollte. Angefangen mit dem Essen, das neben Magenkrämpfen auf das Gewicht eines Sumoringers abzielt, dem ständigen Gedröhne der Spielautomaten, das in der Tat größere Renovierungsarbeiten mit Presslufthammer und Kreissäge übertönen kann, bis hin zum allgegenwärtigen freundlichen „how are you“ – ein Angriff von Aliens würde nicht weiter ins Gewicht fallen.
Ich treibe also im Raumschiff „Vegas 2010“ in einer unbestimmbaren Umlaufbahn durch die Peripherie des Erfassbaren und amüsiere mich prächtig.
Captain Ralph – over and out!
1 comments:
ein mann kt mut, der dinge auf den punkt bringt..chapeau
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