20.12.10

Android

16/365 A Nexus OneImage by julietteculver via Flickr

Ja - den Blog gibt es auch noch. Auch wenn er im Schatten meiner Facebook-Obsession steht; es gibt immer noch Themen, die man nicht via SocialMedia abfrühstücken kann.

Seit Juli bin ich nur Besitzer eines Nexus One und somit bekennender Android Anhänger – was nicht immer einfach war.


Leidensgeschichte

Kurz nach meinem Kauf wurde auch für die deutschen Kunden (Vodafone ließ auf sich warten) Froyo ausgerollt und das Desaster nahm seinen Lauf. In den folgenden drei Monaten zog ich es häufiger in Betracht auf ein verhasstes iPhone zu wechseln, weil mein Nexus in Verbindung mit dem „verbesserten“ Betriebssystem schrecklich unstabil lief – ständig abstürzte und „hakte“.

Nun ist Schluss damit, weil auch VodafoneKunden endlich mit 2.2.1 bedient wurden. Plötzlich und ohne Warnung hielt ich ein Telefon in den Händen, das seinen Namen auch verdiente und – vor allem – einem iPhone in nichts mehr nachstand.


APPs

Jetzt ist es an der Zeit die kleinen Helferlein im Handy (Apps) zu würdigen, die bei mir tagtäglich zum Einsatz kommen:

WhatsApp - Es gibt wirklick keine Entschuldigung diesen genialen SMS-Ersatz nicht auf seinem Android oder iPhone zu benutzen. Genial einfach, sehr übersichtlich und kostenlos Kurznachrichen, Bilder etc versenden. Spitzen App!

Tweetdeck - Die eierlegende Wollmilchsau unter den Twitter-Clients. Timelines und Listen können nebeneinander gelegen durch „wischen“ angezeigt werden. Besser geht’s für Twitter nicht und Facebook wird sogar auch noch angezeigt.

Gowalla - Wo bin ich und wann?! Über den Nutzen von LocationBasedServices läßt sich streiten – ich mag Gowalla einfach und sammele auch leidenschaftlich die völlig sinnlosen Gegenstände. Schöner als Foursquare.

Vignette -Coolste KameraApp mit etlichen Filtereffekten und Rahmen. Braucht massiv Rechenpower; kann aber auch ohne Effekte genutzt werden.

TuneIn Radio - WebradioApp, die es leider (noch) nicht mit ihrer iPhone-Version aufnehmen kann. Auf dem iPhone (oder bei mir auf dem Touch) läßt das Programm keine Wünsche mehr offen – Aufzeichnen, zeitversetzt hören, etc…

Simfy - Für 9 Euro im Monat eine Riesenauswahl Musik auf dem Handy haben, Playlists verwalten und alles auch offline hören. Sehr praktisch. Außerdem ist die Android App diesmal besser als die etwas wackelige iPhone Version.

3min - Der Videoservice liefert mir täglich Ehrensenf in bester Qualität.

BestTube - YouTube auf dem Android macht richtig Spaß. Die Onboard App ist spitze – mindestens so gut wie auf dem iPhone. BestTube erlaubt einem Videos auch zu speichern – praktisch.

Goggles -Revolution - nicht nur weil zurzeit nur auf dem Android erhältlich. Goggles erkennt alles, was man ihm vorsetzt. Kunstwerke, Logos, Gebäude, etc – außerdem übersetzt es auch noch Texte aller Art.

Wikitude - Das Visualisierungstool schlecht hin. Egal ob Fotos, Wikieinträge, Videos oder Restaurantkritiken – Wikitude zeigt alles an, was einen Location-Tag haben kann. Und das direkt ins Kamerabild eingeblendet, als Liste oder auf der Karte.

Evernote - Notizen, Bilder, Links – alles ins Online-Gedächtnis stellen und immer zur Verfügung haben. Zusammen mit dem PC die ultimative Kramkiste!

Dropbox - Files in der Cloud. Funktioniert top – auf PCs und dem Phone. Unkompliziert und genau so solls sein.

ES Dateimanager - Schnell Files im lokalen Netz aufstöbern oder die Speicherkarte durchsuchen – tolles Tool.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit war es das erst mal. Demnächst folgen noch meine Lieblings-Games – auf Android und iPhone, da bin ich nicht so dogmatisch ;-)

Enhanced by Zemanta

18.6.10

Endloser Spaß

Ein kurzer Spaziergang vor Sonnenuntergang kann hier zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden. Im Bereich südlich des Bellagio reihen sich kleine Souvenirläden aneinander. Wenn man auf dem Weg Richtung MGM das Reich der Kartenklapperer (dazu nächstes Mal mehr) hinter sich gelassen hat, erreicht man einen Abschnitt der von Phantasiefiguren jeder Art bevölkert wird.

Ein paar Dollar und schon hat man sich eine exklusives Foto mit Elvis, Wonder Woman oder Spiderman gesichert. Die Auswahl ist so breit wie fragwürdig. Ist der Kerl mit dem grellroten Geschwür am Hals jetzt verkleidet oder einfach nur sehr krank? Ist ein Foto mit dem zwergwüchsigen Elvis, der sich „Tiny Elvis“ nennt, jetzt witzig oder recht geschmacklos?

Der Spaß bei 50 Grad in der Sonne scheint auf jeden Fall etwas bemüht. Als dann Freddy Krüger in die Menge ruft „Come, take a foto! I got to eat too!“ hat der Tag endgültig einen originalen Vegas-Touch – draußen heiß und innen kalt.

8.6.10

Mister X


Wo versteckt man am besten einen Pokerspieler?

Generell würde ich sagen in einem Sack, einem Keller mit Internetanschluss oder im nächstbesten Stripclub – alles praktikable Antworten. Hier bei der WSOP jedoch ist es wesentlich einfacher:

Unter anderen Pokerspielern!

Wenn man im Rio durch die Gänge schlendert ist eine Frage allgegenwärtig - „Wo sitzt denn jetzt der xyz?“. Meistens wird erwidert: „Keine Ahnung, spielt der schon?“, „Wurde gerade umgesetzt!“, „Ist geplatzt!“ oder „Wurde von Aliens entführt“.

Der große Mister X für heute ist Sebastian Ruthenberg. Eine ganze Schwadron von Pokerjournalisten aus Deutschland ist seit Stunden auf der Suche nach der Luckbox. Gerüchtehalber wurde er schon mal an einem „6-Max“ Tisch gesehen, bestätigen kann das keiner. Mister X verwischt seine Spuren halt sehr effizient.

Die Schar der Pokerschreiberlinge wird wohl warten müssen, bis sich Sebastian zum Final Table meldet…

6.6.10

Leben auf dem Mars


Irgendwo in Russland werden zurzeit ein paar Freiwillige 500 Tage eingesperrt, um eine Reise zum Mars zu simulieren. Ein spannendes und leider völlig überflüssiges Experiment. Ein Aufenthalt in Vegas reicht absolut.

In den ständig dämmrigen Casinos, den Hotelzimmern mit ewig trostloser Aussicht auf Parkplätze und Industriegelände, den endlosen Gängen und der lebensfeindlichen Außenwelt, existiert man bereits seit Jahrzehnten wie auf einem fremden Planeten. Hier ist nichts, wie es in natürlicher Umgebung sein sollte. Angefangen mit dem Essen, das neben Magenkrämpfen auf das Gewicht eines Sumoringers abzielt, dem ständigen Gedröhne der Spielautomaten, das in der Tat größere Renovierungsarbeiten mit Presslufthammer und Kreissäge übertönen kann, bis hin zum allgegenwärtigen freundlichen „how are you“ – ein Angriff von Aliens würde nicht weiter ins Gewicht fallen.

Ich treibe also im Raumschiff „Vegas 2010“ in einer unbestimmbaren Umlaufbahn durch die Peripherie des Erfassbaren und amüsiere mich prächtig.

Captain Ralph – over and out!

1.6.10

Angekommen

Wie alt muss eine Stewardess eigentlich sein, um bei United arbeiten zu dürfen? Auf meinem Flug war den Damen mit 50 auf jeden Fall geschmeichelt. In den leicht unwirklichen Momenten, zwischen Turbulenzen und „nicht schlafen können“, kam mir während des Boardservices immer ein leichtes „Twilight Zone“ Gefühl – werde ich für immer in diesem unbequemen Sitz hocken und Mini Prezels essen oder zumindest so lange bis auch ich dieses biblische Alter erreicht habe?

Aber egal, irgendwann nach 22 Stunden hatte ich schließlich doch noch mein Hotelzimmer in Beschlag genommen. Für die ersten zwei Wochen bin ich im Stratosphere einquartiert. Das ist dieser Riesenturm, der genau zwischen neuem Strip und altem Downtown gelegen ist. Eine merkwürdige Gegend, wenn man sich bei 40 Grad vor die Tür traut. Die Amis haben es halt nicht so mit öffentlicher Stadtplanung und –pflege. Deswegen hat es da draußen den Charme einer heruntergekommenen Ecke in irgendeinem dritte Welt Land. Weiter südlich, wo die großen und teuren Casinos aneinandergereiht sind, sieht es dann besser aus. Das Straßenbild ist halt sehr der Privatwirtschaft überlassen.

Morgen geht es dann Richtung Rio, meinen Presseausweis in Empfang nehmen und viele alte Bekannte treffen.

Tag 1 von 32 – check.